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Nüsse rösten leicht gemacht

« Gebrannte Mandeln, blanchierte Haselnüsse und Co. selbstgemacht »

Im Herbst die letzten Sonnenstrahlen genießen und gut gelaunt durch die bunten Wälder streifen, um Kastanien oder Nüsse zu sammeln. Das ist ein tolles Vergnügen, vor allem wenn man dann am Ende die Kastanien oder Nüsse rösten und essen kann. Richtig toll für die gesamte Familie ist dies an einem echten Lagerfeuer, aber auch auf dem Grill oder sogar im Backofen funktioniert es hervorragend. Die Natur schenkt uns im Herbst eine reiche Auswahl. Seien es Haselnüsse, frische Walnüsse aber auch Exoten wie Erdnüsse oder Cashewkerne schmecken frisch geröstet sensationell. Nüsse rösten hat einen eignen Zauber. Wir haben es deshalb für Zuhause in vielen Varianten ausprobiert und möchten Ihnen unsere liebsten Ideen nicht vorenthalten.

Die Haut der Nuss durch Blanchieren entfernen

Viele Menschen mögen die dünnen Samenhäute von Nusskernen oder Mandelkernen nicht so gerne. Sie sollten sie entfernen, bevor Sie die Nüsse rösten. Bei den meisten gelingt dieses durch Blanchieren relativ einfach. Dazu knackt man die Schale, soweit man sie nicht schon ohne diese gekauft hat. Geben Sie die Kerne anschließend für einige Minuten in kochendes Wasser. Danach können Sie die dünne Haut entweder einfach abziehen oder zwischen zwei Küchentüchern abrubbeln. Anschließend breiten Sie die Kernfrüchte auf einem Tuch zum Trocknen aus.

Mandeln mit entfernter Haut
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Anders geht man bei Maronen vor: Esskastanien, die nicht geröstet werden sollen, schneidet man an der Spitze über Kreuz ein, das erleichtert später das Schälen. Danach legt man diese in lauwarmes Wasser und fischt jene, die oben schwimmen heraus. Diese haben meist Wurmlöcher oder sind innen nicht mehr gut. Sie werden entsorgt. Den Rest gibt man für etwa 15 Minuten in einen Topf mit siedendem Wasser. Es hängt etwas von der Größe ab, wann sie gut sind. Mit etwas Erfahrung werden sie perfekt. Die Kastanien nach der Kochzeit nicht abgießen, sondern einzeln aus dem Topf nehmen und zügig schälen. Nur heiß geht dies einfach von der Hand. Mithilfe eines kleinen Küchenmessers, etwa eines Tourniermessers, ziehen Sie die Unterhaut ab. Die Einschnitte erleichtern dies. Nun können die Maronen weiterverarbeitet werden.

Für das schnelle Knabbervergnügen – Nüsse aus der Pfanne

Und schon stellt sich die Frage, welche Pfanne zum Rösten von Nüssen geeignet ist? Unter den Pfannen, die man sein Eigen nennt, ist so gut wie ausnahmslos die schwerste am geeignetsten. Nicht gut funktioniert das Nüsse rösten in Pfannen mit empfindlichen Beschichtungen oder besonders leichten Modellen. Wunderbare Ergebnisse haben wir daher in gusseisernen Pfannen sowie in hochwertigen Pfannen aus Aluguss erzielt. In beiden wurden die gerösteten Mischungen sehr gleichmäßig gebräunt.

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Zuerst kommt die Würze

Die Würzmischung für die Nüsse sollte vor dem Rösten fertig sein. Für die klassischen Rauchmandeln oder Salznüsse mit Raucharoma eignet sich dänisches Rauchsalz wunderbar. Mischen Sie dieses nach Belieben mit Kräutern oder Gewürzen. Da bieten sich italienische Kräuter oder die berühmten Herbes de Provence an. Aber auch spanischer geräucherter Paprika mit etwas Chili und einem Hauch Zucker sind sehr lecker. Probieren Sie aus, was Ihr Favorit ist. In jedem Fall sollten sie die Gewürz-Mischung fein mörsern oder mit einer Gewürzreibe zerreiben, damit sie sich gut um die Nüsse legen kann.

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Dann kommt die Hitze

Nun wird eine schwere Bratpfanne auf mittlere Hitze ohne Öl erwärmt und die Nusskerne hineingegeben. Ab diesem Moment darf man sie nicht mehr aus den Augen lassen und muss ständig mit einem Kochlöffel rühren, sodass die Hitze alle Kerne gleichmäßig erreicht. Schnell steigt ein sehr verführerischer Duft aus der Bratpfanne auf und nun heißt es gut aufpassen. Sobald sich erste bräunliche Spuren zeigen, sollte man die Nüsse aus der Pfanne in eine hitzefeste Schale, etwa aus Keramik, umfüllen und vorsichtig mit den vorbereiteten Gewürzen mischen. Anfangs lieber nur dezent würzen, denn zu schnell ist die Leckerei überwürzt.

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Die Zubereitung im Ofen

Wir haben probiert, wie das Rösten von Nusskernen im Ofen mit geringstem Aufwand geht. Dabei stellte sich heraus, nimmt man eine Auflaufform oder ein kleineres Backblech ist das leichter zu handhaben. Versuche mit Backpapier waren zwar erfolgreich, brachten aber keine Vorteile. Wir haben es weggelassen. Den Ofen samt Backblech oder Auflaufform auf 160 °C vorheizen. Dann die Nüsse gleichmäßig darauf verteilen und mit Umluft für etwa 15 Minuten rösten. Dabei hin und wieder einen Blick in die Bratröhre werfen und das Röstgut zweimal wenden. Sind die Kerne goldbraun, herausnehmen und wie die Varianten aus der Pfanne weiterbehandeln.

Le Creuset Backblech hoch

Tipp am Rande

Pinienkerne verbrennen sehr leicht. Sollten Sie diese rösten wollen, bitte nicht in einer Nussmischung, sondern immer separat und am besten unter ständigem Rühren bei eher sanfter Hitze in der Pfanne.

Der Jahrmarktklassiker – gebrannte Mandeln oder Nüsse

Wer liebt sie nicht, die duftenden, knackigen und oft sehr roten Leckereien, die auf der Kirmes in großen Kupferkesseln hergestellt werden? Es ist keine hohe Kunst, gebrannte Mandeln oder Erdnüsse daheim selbst zu machen. Und spätestens wenn dann ein wunderbarer Jahrmarktdurft, der an klebrige Kinderhände und glückliche Tage erinnert, durch das ganze Haus zieht, wissen Sie, dass der Aufwand sich gelohnt hat. Wenn Sie sich, Ihren Kindern und Ihren Freunden eine Freude machen wollen, dann beeindrucken Sie diese mit selbst gebrannten Mandeln oder Erdnüssen. Selbstverständlich können Sie auch Haselnüsse, Walnüsse sowie jede andere Nuss so brennen. Die hohe Kunst des Mandeln Brennens ist einfacher, als Sie vermuten. Als Beispiel haben wir Zimtmandeln gewählt, die uns besonders gut geschmeckt haben.

Klassische gebrannte Mandeln
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Zimtmandeln wie vom Weihnachtsmarkt

  • 400 g geschälte Mandeln
  • 300 g Zucker
  • 200 ml Wasser
  • 2 TL Ceylonzimt gemahlen
  • 1 Msp. feines Salz

Alles bis auf die Mandeln in einer großen, schweren Bratpfanne zum Kochen bringen. Die Mandeln zufügen und nun immer schön rühren. Wenn die Masse dann bröselig trocken wird, nicht verzagen, es gehört so. Weiterrühren, der Zucker verflüssigt sich dabei wieder und überzieht die Mandeln mit einer glänzenden Schicht. Auf einem Blech mit Backpapier ausbreiten und trocknen lassen. Bitte nicht gleich probieren, erst abkühlen lassen. Der gesamte Vorgang dauert etwa 15 Minuten.

Kastanien rösten ist ein Kinderspiel

Die prallen Früchte werden auf der Seite kreuzweise eingeschnitten und dann entweder in der knallheißen Pfanne – eine schwere, gusseiserne oder auch ein Gusseisenbräter eignen sich am besten – solange unter Rühren erhitzt, bis sie dunkel werden und aufplatzen. Möchte man sie im Backofen zubereiten, heizt man diesen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor, gibt die Kastanien auf ein Backblech auf mittlerer Schiene. Wenn der erste Duft aufsteigt, rührt man sie einmal durch. Sie sind fertig, wenn sie anfangen aufzuplatzen und schwarz zu werden.

Geröstete Kastanien
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Den Herbst genießen

Wir hoffen, wir konnten Ihnen Lust auf das Rösten von Nüssen und Maronen machen. Ein Glühwein an einem kalten Herbstabend schmeckt mit selbst gemachten Salznüssen, gebrannten Mandelkernen oder heißen Maronen noch einmal so gut. Beeindrucken Sie Ihre Gäste doch einmal mit einem solch netten Abend.