Gyoza

Hackbällchen in feuriger Tomatensauce

Gyōza sind die japanische Antwort auf unsere Maultaschen – sie sind definitiv ein neuer Trend in den Küchen. Ursprünglich stammen sie aus China und tragen dort den Namen Jiǎozi. Diese uralte Speise soll es schon vor 2600 Jahren gegeben haben. Doch erst nach dem Zweiten Weltkrieg brachten die japanischen Soldaten das Rezept mit in die Heimat. Seitdem ist Gyōza nicht mehr wegzudenken.

Gyōza

In vielen Ramenbars gibt es die leckeren Teigtaschen als Beilage, aber auch als Hauptspeise oder als Streetfood finden sich viele verschiedene Varianten der gefüllten Köstlichkeit. Die japanischen Gyōza werden im Gegensatz zu Jiǎozi nach dem Dämpfen angebraten, damit sie eine leckere knusprige Seite bekommen. Weiterhin wurde in Japan oft reines Schweinehackfleisch – aber auch Fisch und Meeresfrüchte – verwendet. Die chinesischen Köche nutzen die gesamte Bandbreite des Fleisches. Auch vegetarische oder vegane Gyōza sind keine Seltenheit mehr.
Zum Abschluss noch ein kleiner Exkurs in die Welt der Nudelhölzer. Es gibt in modernen Küchen verschiedene Modelle: das klassische Nudelholz aus Holz, außerdem Teigrollen aus Marmor oder Edelstahl. Die Entscheidung liegt ganz bei Ihnen. Wenn Sie einen Klassiker bevorzugen, sollten Sie schon etwas mehr investieren, denn schlecht verarbeitete Holznudelhölzer können splittern! Wenn Sie ein langlebiges Nudelholz wünschen, ist Marmor eine gute Wahl. Auch Teighölzer aus Edelstahl werden Sie lange Zeit erfreuen. Sie sind nur leider nicht spülmaschinengeeignet.
Gericht Hauptgericht
Land & Region Japanisch

Zutaten
  

  • 2 EL Raps-/Sonnenblumenöl
  • 2 TL Salz
  • 5 g Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 200 g Spitzkohl
  • 2 Stangen Frühlingszwiebeln
  • 200 g Schweinehackfleisch
  • 1 EL Sesamöl
  • schwarzer Pfeffer gemahlen
  • 1 EL Sojasoße

Anleitungen
 

  • Mehl und Salz vermischen, dabei das Wasser nach und nach hinzugeben.
  • Den Teig 5 bis 10 Minuten gut durchkneten, bis er trocken und elastisch aussieht. Anschließend 10 bis 20 Minuten abgedeckt ruhen lassen.
  • Für die kleinen Teigblätter werden nun vier gleich große Stücke geschnitten, anschließend zu Würsten ausgerollt und in 10 kleine Teile geschnitten.
  • Nun werden die Portionen mit einem Nudelholz zu hauchdünnen runden Scheiben ausgerollt. Dabei sollten Sie immer Kartoffelstärke auf der Arbeitsplatte haben, damit der Teig leichter auszurollen ist und nicht klebt. Das Falten ist eine Kunst für sich und lässt sich schwer in Text erklären. https://www.youtube.com/watch?v=ICeelqWOF80
  • Nun geht es an die Füllung. Die klassische Variante ist mit Schweinehackfleisch und Gewürzen. Falls Ihnen diese Gyōza zu langweilig sind, können Sie noch weitere Zutaten wählen.
  • Ingwer schälen und reiben, Knoblauchzehe pellen und mit einer Knoblauchpresse zerdrücken oder besonders fein hacken.
  • Spitzkohl und Frühlingszwiebeln sehr fein schneiden. Alles zusammen mit den Gewürzen und dem Hackfleisch gut vermengen.
  • Die gefüllten Gyōza nun vorsichtig dämpfen, danach in einer heißen Pfanne von einer Seite knusprig anbraten und mit einem Dip bestehend aus Reisessig und Sojasoße im Verhältnis 1:1 anrichten. Mit einer gusseisernen Pfanne gelingt eine besonders schöne Kruste, da diese Pfannen die Hitze stark speichern.

Notizen

Es gibt allerhand Varianten, Gyōza zuzubereiten. Mit Garnelen oder Rinderhackfleisch oder mit frischem Gemüse werden leckere Köstlichkeiten daraus. Dabei ist zu beachten, dass Sie alle Zutaten immer so klein und fein wie möglich schneiden oder hacken. Beim Füllen sollten Sie lieber wenig von der Fleisch-Gemüse-Masse nehmen und die Ränder des Teiges mit Wasser anfeuchten.
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